Samstag, 26. März 2011

Räuchertofu und Yofu und das Plastikproblem

Heute möchte ich euch mal zwei Produkte zeigen die derzeit regelmäßig in meinem Einkaufskorb landen. Beides aus dem Bioladen.

Räuchertofu mit Sonnenblumenkernen und Kräutern von Demeter
Mein absoluter Lieblingsräuchertofu zur Zeit. Er macht Gerichte nicht nur herzhaft würzig, sondern hat durch die enthaltenen Sonnenblumenkerne noch einen extra Biss. Schmeckt auch in dünnen Scheiben gut auf Brot. Ideal für mich, da ich ja sowieso in fast jedes Essen ne Hand voll Sonnenblumenkerne integriere.



Pflaume-Ballaststoffe Yofu von Provamel
Ich fand schon früher, zu unveganen Zeiten, die Yoghurte die auch noch Körner enthielten am besten. Daher war meine Freunde natürlich riesig, als ich diese Yofus bei unserem Alnatura-Supermarkt entdeckt habe. Und ich wurde nicht entteuscht, sie schmecken super!
In unserem Füllhorn-Biosupermarkt habe ich sie bisher nicht entdecken können, daher schätze ich, dass man sie bisher noch nicht überall kaufen kann.



Und wo es grade um Yofu geht: Ich beschäftige mich derzeit (auch beruflich bedingt) wieder stark mit der Gesundheitsschädigung von Plastik. Unterstützend dazu haben Herr B und ich gestern den Film "Plastik Planet" auf DVD geschaut. In vielen Kunststoffen sind Bisphenol A und andere geftige Stoffe enthalten die in die Lebensmittel ausdünsten. Man nimmt diese Weichmacher aber nicht nur durch die Nahrung auf, sondern auch durch die Haut, beispielsweise durch Kontakt mit Plastik-Kleidung.
Wir versuchen daher derzeit Plastik möglichst zu vermeiden, zumindest dort, wo er in Kontakt mit Lebensmitteln oder unserer Haut ist. Das stellt sich allerdings tatsächlich als schier unmöglich heraus. Jedes Tofuprodukt ist in Plastik eingeschweißt, oft werden die Produkte sogar in den Plastik erhitzt, zur Haltbarmachung, dadurch treten noch mehr giftige Stoffe in die Lebensmittel ein. Auch Sojajoghurte sind ausschließlich in Plastikverpackungen erhältlich. Warum eigentlich? Normales Joghurt gibt es doch auch oft in Gläsern, grade in Bioläden? Da müsste doch die Nachfrage bei dem Yofu entsprechend sein?
Wenn ich mehr Zeit hätte, könnte ich natürlich dazu übergehen einfach vieles selbst zu machen (Yofu, Seitenwürste etc.) aber die Zeit fehlt mir da derzeit dummerweise.
Wie verhalten wir uns also daher derzeit? Wie essen vermehrt frisches Gemüse, welches man im Bioladen ja ohne Plastikverpackung kaufen kann und nur wenig in Plastik eingeschweißte Lebensmittel. Aber ganz verhindern kann man es derzeit leider immernoch kaum.

Kommentare:

myfrienddoeswickedveganpastries.net hat gesagt…

hey, danke für die anregung, ich hab gleich mal ne mail an provamel geschrieben :) das hatte ich mich ganz am anfang meiner vegan-zeit auch mal gefragt, aber dann wieder verdrängt…
lg kati

Mneme hat gesagt…

Puh, das ist ja gerade auch bei mir ein Thema. Und auf einmal sehe ich, dass das Zeug einfach überall ist. Ich habe das vorher tatsächlich nie so wahrgenommen und jetzt fühle ich mich irgendwie überfordert.

Birdie hat gesagt…

Ja, das Gefühl teile ich!
Man fühlt sich auch irgendwie so hilflos. Einfach alles um uns herum ist aus Plastik. Es gibt Dinge, die gibt es wirklich nur aus Plastik, wie Zahnbürsten oder die meisten Kosmetik-Verpackungen. Und eben viele Lebensmittel gibt es ausschließlich in Plastikverpackungen. Das ist wirklich misst!!
Ich glaube alleine kommt man aus dieser Plastik-Welt gar nicht heraus, da geht nur gemeinsam. Also sollte man versuchen vermehrt Produkte zu kaufen die nicht in Plastik verpackt sind und ebenso wie biologisch abbaubare Kunststoffprodukte und gesundheitlich unbedenkliche Kunststoffprodukte. Auf der Homepage von Plastik Planet gibt es eine Liste von unbedenklichen produkten, die finde ich sehr hilfreich. Unter anderem so Plastikflaschen aus Polypropylen, welches keine Weichmacher enthält. Ich überlege, ob ich mir mal so eine kaufen soll. Denn es ist ja schon praktisch ein leichtes Transportmaterial für Wasser zu haben.

Tisi hat gesagt…

Grade Obst und Gemüse werden in Unmengen von Plastik gepackt, das ist ekelhaft.
Ich versuche nach Kräften auf dem Markt oder im Bioladen einzukaufenund zumindest die doppelt und dreifach verpackten Sachen stehen zu lassen.
Meinen Yofu mache ich teilweise selbst (dann panscht da auch niemand Zucker rein...), aber grade was die vegan/vegetarischen Convenience-Produkte angeht steh ich auch oft hilflos davor.
Ich versuche zumindest die größeren Portionen zu kaufen, dann kaufe ich nur einmal statt zweimal Plastik. Ich nehme zB auch nie die kostenlosen Plastiktüten aus dem Supermarkt, sondern transportiere Äpfel, Bananen, etc.pp. einfach so und versuche zumindest daran zu denken zum Einkaufen Stoffbeutel mitzunehmen.
Das ist aber wirklich nicht der Weißheit letzter Schluss, bei vielen Sachen bleibt tatsächlich nur die Option "Plastik oder Verzicht".

Mausflaus hat gesagt…

tofu natur gibts auch im glas, aber ob das wirklich so viel besser ist? glas wiegt mehr, sodass beim transport mehr co2 anfällt, außerdem muss es auch produziert werden.
im asialaden habe ich auch schon tofu lose als block im kühlregal gesehen, ich glaube wenn man sich den einpacken lässt wird aber auch plastik genommen. aber vielleicht kann man ja ne tupper-box oder ein glas von zuhause mitbringen...

auf der alpro-homepage steht übrigens folgendes:
"Umweltfreundliche Verpackung

Alpro® soya hat sich bewusst für umweltfreundliche Verpackungen von Tetra Pak entschieden. Damit gewährleisten wir, dass Produkte von Alpro® soya stets frisch und wohlschmeckend auf Ihrem Tisch landen - mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt. Tetra Pak-Verpackungen werden auch von der Europäischen Kommission als „beste Wahl für die Umwelt“ angesehen. Bei anderen Produkten, wie zum Beispiel den Joghurtalternativen, verwenden wir seit Beginn diesen Jahres ein neues System aus Kunststoffbecher und Papierbanderole. Das spart 20% Kunststoff und macht die Verpackung zu 100% recyclebar, denn Papier ist wesentlich einfacher zu verwerten als Plastik."

Erbse hat gesagt…

Diese Thematik überfordert mich momentan auch total.
Mir ist letztens zudem noch was total Bescheuertes passiert. Ich bin doch so ein Schisser was fremde Menschen und sowas alles angeht... die meisten Gemüsesorten habe ich seit einigen Monaten ohne Plastiktütchen gekauft. Bei Äpfeln habe ich jedoch jedes Mal wieder zu einer kleinen Plastiktüte gegriffen, weil ich mir irgendwie unsicher war wie die Frau an der Kasse (die den Kram ja wiegen muss) darauf reagieren würde. Ich mache mich immer wegen Kleinigkeiten verrückt, tut ja nichts zur Sache...
Jedenfalls habe ich es gewagt die Äpfel einfach so aufs Band zu legen. Und die Frau an der Kasse wurde total sauer und schnautzte mich an wieso ich die nicht in einer "verdammte" Tüte machen würde. Angeblich wäre ihr das sonst zu umständlich beim wiegen und das Band würde vollgekleckert (äh ja...) werden.
Mich hat das so fertig gemacht, dass ich zwei Wochen lang nur noch meinen Freund zum Äpfel kaufen geschickt habe. ;D

LG

Mneme hat gesagt…

Bitte nehme beim nächsten mal eine Plastiktüte und zieh die der Ollen über den Kopf.
Unverschämter und dümmer geht es ja wohl nicht.

@Birdie, das mit den Flaschen ohne Weichmachern klingt sehr gut, ich überlege nämlich, wie ich mein Wasser ohne Flasche wohl in die Uni transportieren kann^^

das.Sternenkind hat gesagt…

ich hab was für dich :)
http://dassternenkind.blogspot.com/2011/03/blog-aktion-fur-japan.html

Birdie hat gesagt…

@Mausflaus: Das große Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Lebentmittelhersteller meistens gar nicht wissen, woraus das Plastik genau besteht das sie verwenden, da die Plastikhersteller da ein Geheimnis draus machen. Es ist natürlich gut für die Umwelt wenn Alpro die Plastikbecher nicht bedruckt und einen abnehmbaren Pappteil drumherum macht, weil man das gut trennen kann. Aber das heißt ja noch nicht, dass der Kunststoffbecher nicht doch aus einem Kunststoff besteht der Weichmacher enthält. Und da die Yofubecher in der Regel alle sehr flexibel sind, gehe ich schon stark davon aus. :-(

@Erbse: Das ist ja echt unmöglich, grade in einem Bioladen erwarte ich freundliche und umgängliche Verkäuferinnen! Bei unserem Füllhorn kann man Obst und Gemüse wahlweise in Plastik- oder Papiertüten packen. Eine Zeitlang gab es auch noch abbaubare Biokunststofftüten zur Wahl, aber inzwischen irgendwie nicht mehr (da werd ich mal nachfragen). Man kann die Sachen allerdings auch einfach einzeln in seinen Korb packen, die wiegen das dann schon.

Im Alnatura-Laden muss man die Ware vorher selbst abwiegen und es gibt nur Plastiktüten, was mich auch schon geärgert hat. Jetzt stand gestern eine Frau vor uns an der Kasse, die hatte alle möglichen Obst/Gemüsesachen, aber immer nur ein Stück pro Sorte, ich kleb das dann in dem Fall direkt auf die Frucht, die Frau hat die Etiketten dann einfach alle übereinander an ihr Joghurtglas geklebt und die Früchte im Wagen gelassen und die Verkäuferin an der Kasse dann darauf hingewiesen, die nur so: "Ahja, ich sehs, okay.". Scheint also auch eine gängige Methode zu sein. Ich werd aber auch da mal nachfragen welche Möglichkeiten man hat mehrere Äpfel zu kaufen wenn man keine Plastiktüten verwenden will.

@Mneme: Ich glaub ich kauf mir mal so eine Flasche. :-)

Anonym hat gesagt…

Meine Empfehlung :

Frisches Fleisch vom Metzger. Ist garantiert nicht in Plastik eingeschweißt.

Birdie hat gesagt…

@Anonym: Hast du dir jetzt ernsthaft das Posting und alle Kommentare durchgelesen, nur um diese Bermerkung anzubringen?

Schneeflocke49 hat gesagt…

Hi,
bei den Provamel-Joghurtbechern kannst du auch die großen, statt die einzelnen nehmen, um zumindest Plastik zu sparen. ;-)
Ansonsten kommt es glaube ich wirklich etwas komisch, in nicht-Bio-Supermärkten keine Plastiktüte für das Obst und Gemüse zu nehmen,a ber amn kann ja vllt immer die Selbe nehmen und den Aufkleber mit dem Gewicht, wenn man selbst wiegen muss, immer wieder über den alten kleben.
Liebe Grüße

Birdie hat gesagt…

@Schneeflocke: Ich erinnere dass es ganz früher gar keine Plastiktüten im Bioladen gab, zumindest nicht in diesen kleinen Tante-Emma-mäßigen Bioläden, da war es doch ganz normal, dass man die Sachen einzeln in seinen Korb genommen hat.
Ich nehme normalerweise auch die großen Yofu-Becher, aber diesen Geschmack gabs nur in klein und der ist echt lecker! :-)

Currey hat gesagt…

Gratitude is the sign of noble souls.

cialis

Anonym hat gesagt…

Hallo,

das mit dem Plastik beim Tofu und vielen Obstsorten ist echt ein Problem. Falls es in Bioläden keine Alternative zum Plastiksackerl für Obst gibt, nehme ich das so nicht hin. Da mache ich schon drauf aufmerksam. Im normalen Supermarkt (SPAR, BILLA, etc....) klebe ich auf 1 Stück die Preisetikette und die anderen lege ich daneben. Wird anstandslos akzeptiert. Ansonsten würde ich an der Kasse genauso auf das Plastikdilemma hinweisen und Sackerl aus Papier fordern. Man darf als KonsumentIN nicht warten, bis einem von "Oben" entgegengekommen wird, denn da tut sich gar nichts. Ich schaffe einfach TATSACHEN. Und einkaufen mit Korb oder Tasche auf dem Wochenmarktist immer noch das Beste. Wo immer in einem Supermarkt Obst und Gemüse in PLASTIK eingepackt ist, lasse ich es liegen. Ist so. Ich nehm das nicht mehr mehr hin.
Bei TOFU allerdings weoeiß ich mir auch keine Lösung. Den esse ich gerne, genauso wie Tofuwürstchen u.a.

bird hat gesagt…

Ok, also ich bin letztes Jahr auf ONYA gestossen. Die stellen aus alten PET-Flaschen Taschen her, z.B. ultraleichte Beutel für den Gemüseeinkauf, die man dann immer und immer wieder benutzen kann. Ich hab mir einen Rucksack von denen gekauft und bin echt ziemlich begeistert. Natürlich geht man damit nicht der Problematik, die birdie angesprochen hatte in Bezug auf Plastik am Körper tragen etc. aus dem Weg. Aber es ist zumindest bei Obst eine praktische Alternative zu den Tüten.
Was Bioladen und Papiertüte angeht, so ist ja die Ökobilanz von Papiertüten auch ziemlich umstritten...
Achja und bei Onya gibts auch noch verschieden große Wasserflaschen aus diesem leichten Stahlblech.
So. Genug Werbung gemacht. Aber manchmal denke ich, dass man was weiter erzählen kann, wenn man da auf eine gute Sache gestossen ist.

Birdie hat gesagt…

@Bird: danke für die Info, ich werd gleich nochmal was zum Plastikthema schreiben. :-)
Wiederverwerten ist sicherlich besser als wegschmeißen, und bei einem Rucksack ist es sicherlich sowieso egal. Solange man keine Klamotten auf der Haut trägt die aus altem PET sind. :-)

moeri hat gesagt…

Ohja, Joghurt mit Körnern habe ich auch immer favorisiert =D Wäre mal nen Versuch wert <3 Wobei ich auch gerne den Alpro Soya Joghurt Natur im 500 (oder 400?) g-Becher kaufe. Gerade bei den größeren Portionen wäre ich aber auch für Gläser! Vielleicht sind die Produzenten bisher nur noch nicht auf die Idee gekommen? Vielleicht würde denen ne Mail an den Kundenservice ja mal ne "Erleuchtung" bringen XD Liebe Grüße! Miri

bird hat gesagt…

übrigens.
ich versteh nach deiner ausführlichen liste nun deinen standpunkt sehr gut. und wenn du dich fragst, warum tofu immer in dem zeug verpackt kommt.
den film plastic planet will ich sehr lange schon schauen, allerdings fehlt mir grade das geld und "sonstwo" / in der bücherei (naja, das wäre wohl auch zuviel verlangt) habe ich die doku bisher nicht gefunden.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...