Mittwoch, 1. Februar 2012

Crazy Sexy Detox - Fazit

Am 30. Dezember des letzten Jahres verkündete ich hier, dass ich an dem Detox der facebook-Gruppe von Nicole teilnehmen werde. Mein Plan war es, etwas moderater zu detoxen, tatsächlich stellten sich meine Pläne aber nicht als ganz so moderat heraus, ich habe also nicht alles eingehalten:

- Keinen Koffein
(eingehalten)
- Keinen Alkohol
(eingehalten)
- keinen Zucker
(zumindest stark eingeschränkt)

- Keine Weißmehlprodukte
(stark eingeschränkt)

- kein Gluten
(stark eingeschränkt)

- keinen weißen Reis
(eingehalten)

- viel Wasser trinken
(eingehalten)

- jeden Morgen einen grünen Smoothie
(fast jeden Tag eingehalten, manchmal gab es ihn erst abends)
- mittags oder abends darf es eine gekochte Mahlzeit geben, ansonsten nur Rohkost
(sogar mehr als eingehalten)
- dreimal die Woche Sport (Laufen, Yoga oder Fitness)
(nur in der letzten Woche geschafft)
- wieder mehr mit dem Rad fahren
(es ist dazu noch viiiiel zu kalt...)


Ich habe es also nicht geschafft ganz auf Weißmehlprodukte zu verzichten und somit auch nicht auf Gluten. Insgesamt habe ich aber in den drei Wochen vielleicht drei- oder viermal was Weißmehlhaltiges gegessen.
Das mit der Rohkost hat sogar besser geklappt als beabsichtigt. Ich hatte da einfach so bock drauf! Ich habe mehrere Tage sogar 100% roh gegessen, mir damit aber keinen Stress gemacht und auch mal wieder was gekocht wenn ich Lust drauf hatte.
Beruflich habe ich seit Beginn des Jahres ziemlich viel Stress, das hat meine Rohkostphase interessanterweise eher gefördert, Rohkost ist ja einfach viel schneller fertig als gekochtes Essen. Es gab unglaublich viele Salate, grüne Smoothies und wenn schon was Süßes, dann Rohkostschoki, die aber auch nicht oft. Wirklich "entgiftet" hat das natürlich nicht, das war aber auch sowieso nicht mein Ziel, mein Ziel war es gesünder zu essen und das hat geklappt.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich eine Ernährungsform gefunden habe, die für mich auch langfristig funktioniert. Ich esse wahrscheinlich so 80% Rohkost, mal mehr, man weniger, je nach Gelegenheit. Ich bin ja schon froh, wenn ich bei Einladungen mal was Veganes bekomme, da möchte ich nicht auch noch auf Rohkost bestehen. Außerdem mag ich gekochtes Essen auch gerne und will mir da nicht die Lebensfreude nehmen. Wobei ich sagen muss, das mir die viele Rohkost eher Lebensfreude schenkt. Ich fühle mich energiegeladener, nach zwei Wochen verspürte ich den großen Drang wieder Laufen zu gehen und das nach ein paar Monaten Sportabstinenz.
Und ganz nebenbei habe ich auch noch zwei überflüssige Kilos verloren.

Kommentare:

Mausflaus hat gesagt…

wirklich "entgiftet" hätte es sowieso nicht, da es "Entgiftung" gar nicht gibt ;-)
und wenn s dir mit deinem programm gut ging ist doch alles super!

Birdie hat gesagt…

Am besten gefällt mir bei dem Thema übrigens der Begriff "Schlacken". Weiß eigentlich irgendjemand was damit gemeint ist? Ich kenne "Schlacke" nur als ein Abfallprodukt in der Eisenerzeugung, das zur Hertsellung von Straßenbelag verwendet wird. :-)

Karmindra hat gesagt…

"Beruflich habe ich seit Beginn des Jahres ziemlich viel Stress, das hat meine Rohkostphase interessanterweise eher gefördert, Rohkost ist ja einfach viel schneller fertig als gekochtes Essen."

Interessant wie unterschiedlich soetwas wahrgenommen wird :). Bei mir war genau das Gegenteil der Fall, ich hatte oft total Stress und das Gefühl keine Zeit für Rohkost zu haben. Wenn ich z.B. Spätdienst hatte, hab ich morgens totale Hektik gehabt, mir was zu überlegen was ich esse, es vorzubereiten usw. Ich find es viel entspannter einfach etwas Brot mitzunehmen oder vielleicht was schnelles zu kochen. Natürlich hätte ich auch Monorohkost machen können, einfach immer etwas Obst dabei oder Nüsse, aber ich hab dann oft Angst nicht satt zu werden und genusstechnisch befriedigen tut mich das schon gar nicht. Daher find ich es witzig das du es genau gegensätzlich empfunden hast :)

LG
Karmi

Sarah-Maria hat gesagt…

Wow! Großes Kompliment! Ich habe nicht teilgenommen und hätte wohl auch nur die Sache mit dem Alkohol, dem Zucker und dem Sport geschafft..... Hüstel. ;)

walderdbeere hat gesagt…

der begriff "schlacken" ist umstritten genau wie das mit dem "entgiften". ich 'glaube' trotzdem daran, auch wenn ich nicht so viel davon weiß. ich erklär mir das so: wenn man zu viel isst, besonders zu viel "ungesundes", dann versucht der körper normalerweise, es auf irgendeine weise auszuscheiden - wenn man aber nun wirklich sehr viel und regelmäßig davon isst, kommt der körper an seine grenze und er schafft es nicht mehr, das unnütze zeug los zu werden, also lagert er es irgendwo im körper ab. das nennt man dann schlacken. schlacken kann man nicht unbedingt sehen (deswegen werden sie wissenschaftlich für nicht existent erklärt) und haben oft erst nach jahrelanger schlechter ernährung (und bewegungsmangel) auswirkungen: im schlimmsten fall zysten, krebs usw.

vor allem der verzicht auf industriezucker und milch/käse hat bei mir viel bewirkt. milch und käse verschleimen alles, und von normalen süßigkeiten kriege ich sofort ne laufende nase und kopfschmerzen. von daher kann ich mir gut vorstellen, was die im übermaß im körper anrichten - wenn auch bei den meisten nicht sofort, aber auf lange zeit hin gesehen.

naja, und dann kann man anfangen zu diskutieren "was ist zu viel?"...

so ein detox programm muss jeder einfach selbst mal ausprobiert haben und sehen, was anders ist als sonst. ich würde dann aber auch auf getrocknete früchte und nüsse (bzw. rohkostschoki) verzichten. zum glück ist so ein detox nicht für die ewigkeit ;) auf jeden fall hilft es, den eigenen körper ein bissl besser zu verstehen.

Birdie hat gesagt…

Wie gesagt, wirklich Detox war es ja nicht und war auch nicht so wirklich geplant. Mein eigentliches Ziel war es, mich gesünder zu ernähren und vor alem den Rohkostanteil zu erhöhen und das hat geklappt, ziemlich gut sogar.
Und auch wenn das während der ersten beiden "Detox"Wochen nicht geklappt hat, mittlerweile klappt das mit dem Sport echt gut: Montag Laufen, Dienstag Badminton, heute wieder Laufen, am Wochenende bestimmt nochmal.
Es treibt mich derzeit geradezu zum Sport, gerade beim Laufen bekommt man den kopf so schön frei! Ich liebe das, besonders wenns so stressig ist.

Ich hatte mir vorsorglich auch meistens Snacks mit zur Arbeit genommen, war dann aber vorher vernünftig und habe mir Äpfel, green Smoothies oder sowas eingepackt.
Ich bin eher ein Freizeit-nascher. Am liebsten Abends auf dem Sofa vorm TV. Wenn das wegfällt esse ich recht gesund. :-)

Yv hat gesagt…

Ich denke, das Radfahren kann noch ein wenig aufgeschoben werden.. ;o)

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